Costa Rica

Costa Rica – Informationen

Costa Rica fasziniert durch seine reichhaltige Natur, welche eine Vielzahl verschiedener Ökosysteme beherbergt. Nicht umsonst wird Costa Rica auch aus der Garten Amerikas bezeichnet. Das Land, welches hunderte Kilometer Küstenlinie sowohl am Pazifik als auch am Atlantik sein eigen nennen darf, verfügt über eine Vielfalt an Landschaftsformen, Pflanzen und Tieren. Die konsequente Linie des Landes im Bereich Umweltschutz und eine intelligente Wirtschaftspolitik hat dafür gesorgt, dass das Land heute wieder zu einem Großteil natürlich bewachsen ist und bei reichhaltigem Sonnenschein in malerischer Schönheit erstrahlt. Mehrere Gebiete natürlicher Schönheit des Landes wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Das charmante Land zwischen Nicaragua und Panama wird seit den 1950er Jahren demokratisch regiert und ist politisch stabil. Bis heute bleibt es das erste sowie bevölkerungsreichste Land der Welt, welches kein eigenes Militär unterhält. Die ursprünglich für Militär verwendeten Mittel werden stattdessen in Programme zur Förderung der Bildung und Gesundheit der Bevölkerung investiert. Das Land blieb verschont von Unruhen, Kriegen und Diktaturen, welche in anderen Ländern der Region nicht selten auftraten. Es erklärte im Jahr 1983 seine dauerhafte und aktiv unbewaffnete Neutralität gegenüber Konflikten der Region und wird daher auch als die Schweiz Zentralamerikas bezeichnet. Costa Rica bezieht seit 2014 bereits mehr als 90% seiner Energie aus regenerativen Quellen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2021 ein vollständig klimaneutrales Land zu werden. Der Ökotourismus wird stark gefördert und generell sind Costa-Ricaner sehr offen und herzlich zu Besuchern aus anderen Teilen der Welt.

Costa Rica Strand

Regionen, Städte, Sehenswürdigkeiten

Costa Rica ist in sieben Provinzen eingeteilt. Echte Costa Rica Enthusiasten besuchen alle sieben auf ihrer Costa Rica Reise.

Guanacaste (Nordwesten, Pazifikküste)

Alajuela (zentraler Norden)

Heredia (zentraler Nordosten)

Limón (Osten, Karibikküste)

San José (westliches Zentrum)

Cartago (östliches Zentrum)

Puntarenas (Südwesten, Pazifikküste)

Anreise / Einreise – Transportmittel

Von Mitteleuropa aus werden die meisten Reisenden üblicherweise in den Flieger steigen, um Costa Rica zu erreichen. Neben dem Flugzeug gibt es allerdings durchaus noch andere Optionen. Viele Abenteurer reisen über den Landweg ein, beispielsweise als Teil einer Überlandreise durch ganz Zentralamerika oder eine noch größere Region. Dabei kann ein öffentlicher Bus genutzt werden oder ein selbst gesteuerter PKW. Auch über das Meer können erlebnishungrige Weltenbummler das schöne Costa Rica erreichen. Es folgt eine Übersicht der verschiedenen Transportmittel, mit denen Reisende nach Costa Rica gelangen können.

Einreise per Flugzeug

Es gibt offiziell insgesamt vier internationale Flughäfen in Costa Rica. Derjenige mit dem meisten internationalen Flugverkehr und viele Jahre lang der einzige international Flughafen ist der Juan Santamaría International Airport (IATA-Code: SJO), etwa 20 km westlich der Hauptstadt San José. Hier landen Flugzeuge nach ihrem Direktflug aus Nordamerika oder Europa sowie Südamerika und der Karibik. Im Jahr 2013 war er der Flughafen mit den meisten Flügen innerhalb Zentralamerikas. Der zweite große internationale Flughafen ist der Daniel Oduber Quirós International Airport (Aeropuerto Internacional Daniel Oduber Quirós, IATA-Code: LIR), gelegen in Liberia in der Provinz Guanacaste. Wer nach günstigen Flügen sucht, sollte Flüge nach beiden Flughäfen beachten, um so die Chance auf ein Schnäppchen zu erhöhen. Die anderen beiden internationalen Flughäfen sind der Limón International Airport und der Tobías Bolaños International, die allerdings eine deutlich untergeordnete Rolle spielen. Eine beliebte Internetseite zur Flugpreisrecherche ist www.skyscanner.de.

Juan Santamaría International Airport (SJO)

Es gibt Flüge von Europa aus zum Flughafen Juan Santamaría International von folgenden Flughäfen: Frankfurt (Condor), London-Gatwick (British Airways) und Madrid (Iberia). Darüber hinaus gibt es Verbindungen aus den USA, Mexiko, Kanada und anderen Teilen Nord-, Zentral- und Südamerikas. Reisende sollten die Flughafengebühren beachten, die nicht bei jeder Fluglinie in den Flugpreis integriert sind und daher vor Ort bezahlt werden müssen. Es geht um etwa 30 Euro in Cash oder per Kreditkarte. Einige Hotels können dabei helfen, das Bezahlen der Gebühr im Vorfeld zu organisieren.

Daniel Oduber Quirós International Airport (LIR)

Flüge zum zweitgrößten Flughafen Costa Ricas von europäischem Boden aus gibt es von London-Gatwick (Thomson Airways). Weiterhin gehören die folgenden nordamerikanischen Flughäfen zu denjenigen, die Direktflüge zum Daniel Oduber Quirós International Airport anbieten: New York JFK (JetBlue Airways), Los Angeles (Alaska Airlines, Southwest Airlines), Atlanta (Delta Air Lines), Houston-Intercontinental (United Airlines) und Toronto-Pearson (Air Canada Rouge, Sunwing Airlines, WestJet). Weitere Verbindungen gibt es von San Salvador (Avianca) und Panama (Copa Airlines). Zusätzlich existieren saisonale Verbindungen.

Einreise mit dem Auto / Motorrad / eigenen Fahrzeug

Die Panamericana, welche große Teile Nord- und Südamerikas miteinander verbindet, zieht sich auch durch alle Länder Zentralamerikas. Sie ist die mit Abstand am meisten genutzte Route für Reisende, die mit ihrem eigenen Fahrzeug auf dem Landweg nach Costa Rica einreisen möchten. Von Nicaragua aus führt der Weg nahe der Südostküste des Nicaraguasees über den Grenzübergang „Peñas Blancas“ nach Los Chiles (Costa Rica). Ein zweiter Übergang ist in der Nähe der nicaraguanischen Stadt San Juan del Sur und führt von Beña Blanca (mit „B“, Nicaragua) nach Peñas Blancas (mit „P“ und „s“, Costa Rica).

Visum und Einreisebestimmungen

Vor einer Reise nach Costa Rica sollten Sie sich über die genaue aktuelle Lage in Bezug auf Visum und Einreisebestimmungen für Costa Ricas informieren. Die Situation ist seit Jahren recht stabil, kann sich jedoch, wie bei anderen Ländern auch, jederzeit kurzfristig ändern. Darüber hinaus gilt, dass die Einreisebestimmungen je nach Nationalität / Reisepass unterschiedlich sind. Wenn Sie also mit Menschen verreisen, die einen Pass aus einem anderen Land ihr Eigen nennen, sollten Sie beachten, dass für sie andere Regeln gelten können. Zudem sollte beachtet werden, dass bei einer Anreise über ein anderes Land (beispielsweise die USA), auch die Regeln des Transitlandes eine wichtige Rolle spielen können. Reisende, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen (Teile Südamerikas und Afrikas), benötigen ein Gelbfieberzertifikat, um Eintritt auf costa-ricanischen Boden zu erhalten.
Wer über Land von Panama oder Nicaragua nach Costa Rica einreist, sollte darauf achten, dass neben der Einreise nach Costa Rica auch im Vorfeld die Ausreise auch dem anderen Land im Reisepass vermerkt sind. Ähnliches gilt auch im umgekehrten Fall. Wer die entsprechenden Stempel nicht im Pass vorzeigen kann, riskiert Probleme und hohe Kosten inklusive Gefängnisaufenthalten von mehreren Wochen.
Ferner sollte beachtet werden, dass bei der Ausreise eine Flughafengebühr zu bezahlen ist. Einige Fluggesellschaften haben diese Gebühr bereits in ihre Ticketpreise integriert, andere jedoch noch nicht (Stand: Januar 2016).

Visum und Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisende mit deutscher Staatsbürgerschaft benötigen für Reisen nach Costa Rica einen Reisepass (der Personalausweis reicht nicht aus!). Auch ein vorläufiger Reisepass wird in Costa Rica grundsätzlich akzeptiert, allerdings kann es zu Verzögerungen kommen. Darüber hinaus gilt besonders bei einem vorläufigen Reisepass zu beachten, ob sich dadurch Besonderheiten bei Transitländern ergeben. Ein vor 2006 ausgestellter Kinderausweis ist in Costa Rica ebenfalls gültig. Es gelten jedoch Besonderheiten ähnlich wie beim vorläufigen Reisepass. Weiterhin sollte beachtet werden, dass alle Reisedokumente noch mindestens sechs Monate ab dem Datum der Einreise gültig sein müssen. Bei Rückreise über bestimmte Ländern ist eine noch längere Gültigkeitsdauer vorgeschrieben. Offiziell benötigen alle Reisenden bei der Ankunft in Costa Rica ein gültiges Ticket sowohl für die Einreise als auch für die Ausreise. Das Ausreiseticket muss sich innerhalb der erlaubten Aufenthaltszeit befinden. Dabei sollte beachtet werden, dass das Ausreiseticket sich auf Costa Rica beziehen muss. Ein Flugticket nach Europa von Panama aus wird nicht akzeptiert, obwohl logisch argumentiert werden könnte, dass man Costa Rica verlassen muss, um den Flug von Panama aus antreten zu können. Zusätzlich müssen Reisende einen Finanzierungsnachweis für ihren Aufenthalt in Costa Rica vorlegen.
Bis zu 90 Tage können deutsche Staatsangehörige visafrei zu touristischen Zwecken einreisen, wenn sie einen gültigen Reisepass und sonstige benötigte Dokumente vorlegen können. Häufig wird bei der Einreise jedoch zunächst eine kürzere Aufenthaltsgenehmigung erteilt, die in erster Linie auf dem Datum des Ausreisetickets basiert. Eine Verlängerung des Aufenthalts ist grundsätzlich möglich. Sie kann kostenpflichtig bei der Ausländerpolizei beantragt werden und wird üblicherweise bewilligt. Bei einem Aufenthalt zu einem Zweck, der nicht primär touristischer Natur ist (z.B. Studium, Praktikum oder Freiwilligenarbeit), sowie bei Aufenthalten über 90 Tage muss eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis bei der Botschaft von Costa Rica beantragt werden.

Visum und Einreisebestimmungen für Österreicher

Österreichische Staatsbürger benötigen für Reisen nach Costa Rica in jedem Fall einen Reisepass. Der Personalausweis wird nicht anerkannt. Bei Bedarf wird der cremefarbene Notpass akzeptiert, allerdings kann es dadurch zu Verzögerungen kommen. Ferner sollten Reisende beachten, dass es auch Transitländer eine Rolle spielen, beispielsweise die USA. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens für sechs Monate gültig sein, in einigen Transitländer unter Umständen noch länger. Zudem ist gesetzlich vorgeschrieben, dass österreichische und andere Reisende nachweisen können, wie sich ihren Aufenthalt in Costa Rica finanzieren. Ein Ausreiseticket muss ebenfalls bei der Einreise vorgezeigt werden.
Österreicher können ohne visum nach Costa Rica einreisen, wenn die Reise zu Tourismuszwecken erfolgt. Zur aktuellen Maximalaufenthaltsdauer kann die costa-ricanische Botschaft oder ein Konsulatsmitarbeiter konsultiert werden. Bei einem Aufenthalt, der nicht zu Tourismuszwecken erfolgt, muss im Vorfeld der Reise ein Visum beantragt werden.

Botschaften und Konsulate

Bei einigen Fragen zu Costa Rica und anderen Ländern der Region können Mitarbeiter der Botschaften und Konsulate weiterhelfen. Die entsprechenden Adressen der Auslandsvertretungen von Costa Rica in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie hier.

Vertretungen von Costa Rica in Deutschland

EinrichtungBotschaft von Costa Rica in Deutschland
AdresseDessauer Straße 28/29
10963 Berlin
Telefonnummer030 - 26 39 89 90
Fax030 - 26 55 72 10
Internetadressewww.botschaft-costarica.de
Emailadresseemb@embajada-costarica.de oder
consulado@botschaft-costarica.de
ÖffnungszeitenMontag bis Donnerstag:
09.30 Uhr bis 13.30 Uhr und
14.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Freitag:
09.30 Uhr bis 13.00 Uhr und
14.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Vertretungen von Costa Rica in Österreich

EinrichtungBotschaft der Republik Costa Rica in Österreich
AdresseFloßgasse 7/1/3-4
1020 Wien
Telefonnummer(+43 / 1) 263 38 24
Fax(+43 / 1) 263 38 24 - 5
Internetadresse---
Emailadresseembajadaaustria_costa.rica@chello.at
ÖffnungszeitenMontag bis Freitag:
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

EinrichtungHonorargeneralkonsulat von Costa Rica, Salzburg
AdresseHagenauerstraße 5
5020 Salzburg
Telefonnummer(+43 / (0) 662) 44 13 86
Fax(+43 / (0) 662) 44 14 85
Internetadresse---
Emailadressezeilinger@salzburg.co.at
ÖffnungszeitenMontag bis Freitag:
08.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Feiertage

In der folgenden Tabelle finden Sie die gesetzlichen Feiertage von Costa Rica im Jahr 2016.

DatumWochentagName auf SpanischName auf Deutsch
01.01.2016FreitagAño NuevoNeujahr
24.03.2016DonnerstagJueves SantoGründonnerstag
25.03.2016FreitagViernes SantoKarfreitag
11.04.2016MontagBatalla de RivasSchlacht von Rivas (Seegefechte mit Nicaragua in den 1850er Jahren)
01.05.2016SonntagDía del TrabajoTag der Arbeit
25.07.2016MontagAnexión de GuanacasteAnschluss von Guanacaste
15.08.2016MontagDía de las madresMuttertag
15.09.2016DonnerstagDía de la IndependenciaUnabhängigkeitstag
25.12.2016SonntagNavidadWeihnachten

Wetter und Klima

Das Costa Rica Klima kann grundsätzlich als tropisch beschrieben werden. Das gesamte Jahr lang gibt es hohe Temperaturen und in Bezug auf Jahreszeiten wird lediglich zwischen Trockenzeit und Regenzeit unterschieden. In dem vielfältigen Land gibt es dabei allerdings deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen und hin und wieder lässt sich auch von subtropischen Gegenden sprechen. Insbesondere in Bezug auf Niederschlagsmengen treten deutliche Abweichungen auf. Während in Costa Ricas Hauptstadt San José eta 1850 mm Niederschlag pro Jahr gemessen werden, gibt es an der Karibikküste teilweise mehr als doppelt so viel. In Puerto Limón liegt der Wert beispielsweise bei etwa 3500 mm pro Jahr. Zudem sorgt die lange Gebirgskette, welche sich vom Nordwesten den Landes bis in den Südosten und weiter nach Panama zieht, dafür, dass grob zwei Klimatypen unterschieden werden können (westlich und östlich der Bergkette).
An der Pazifikküste gibt es eine Regenzeit, welche in etwa von Mai bis November andauert und eine Trockenzeit von Dezember bis April. Im Süden Costa Ricas und im zentralen Westen beginnt die Trockenzeit eher im Dezember oder sogar im Januar, endet allerdings auch im April.
Im zentralen Norden Costa Ricas ist die Trockenzeit weniger ausgeprägt. Es fällt weniger Niederschlag von Januar bis April. Der Regen bleibt jedoch nicht vollständig aus.
Der Ostteil des Landes bekommt das gesamte Jahr über Niederschlag. Die Winde kommen primär aus nordöstlicher Richtung und bringen kontinuierlich Feuchtigkeit an Costa Ricas Ostküste. Im Vergleich fallen Februar und März sowie September und Oktober etwas trockener aus.

Währung, Geld und Kosten

Die Währung von Costa Rica ist der Colón. Sie wurde benannt nach Christopher Kolumbus, welcher wiedederum dem Land Costa Rica seinen Namen gab. Das offizielle Währungskürzel ist „CRC“. Ein Colón entspricht 100 Centimos, die allerdings nur als Buchwert erscheinen. Der geringste Wert einer Münze in Costa Rica liegt bei 5 Colón. Neben der Landeswährung wird vielerorts auch der US Dollar verwendet, an touristischen Orten teilweise sogar bevorzugt. Für die weniger touristisch erschlossenen Teile des Landes sollten Reisende Colóns bei sich führen. US Dollar und Euros werden von Banken und Wechselstuben meist problemlos angenommen und gewechselt. Geld wechseln ist in großen Hotels möglich, in vielen Bank und in einigen Wechselstuben. Der Kurs im Hotel ist in der Regel am ungünstigsten, in den Wechselstuben meist am besten. Abheben per Kreditkarte ist in den größeren Städten des Landes möglich. Den aktuellen Wechselkurs sowie Umrechnungstabellen zum Ausdrucken für Costa Rica gibt es auf www.umrechner-euro.de/umrechnung-costa-rica-colon.

Sprache/Dialekte und lokale Ausdrücke

Die offizielle Sprache in Costa Rica ist Spanisch. Das Fernsehprogramm, Radiosendungen, Zeitungen und Zeitschriften benutzen nahezu ausschließlich die spanische Sprache. Untereinander spricht die große Mehrheit der Costa-Ricaner ebenfalls Spanisch.
Nichtsdestotrotz sprechen viele Bewohner des Landes moderat gutes bis sehr gutes Englisch. Insbesondere innerhalb touristisch besonders erschlossener Gebiete ist die englische Sprache stark vertreten. Nicht zuletzt, da viele Besucher aus den Vereinigten Staaten in das Land reisen. In den internationalen Hotels kommt man in der Regel mit Englisch weiter. Auch wer in Costa Rica ein Auto mieten möchte, Souvenirs kaufen möchte oder Inlandstrips mit einem größeren Veranstalter buchen möchte, kann damit rechnen, dass die Kommunikation auf Englisch möglich sein wird.
Reisende, die gut Spanisch können, da sie häufig Kontakt mit Menschen aus Spanien hatten, sollten beachten, dass das lateinamerikanische Spanisch sich in einigen wichtigen Punkten vom europäischen Spanisch unterscheidet. Nicht nur die Aussprache mag abweichen, sondern auch die Bedeutung einiger Wörter unterscheidet sich. Hinzu kommt, dass einige Wörter nahezu ausschließlich in Zentralamerika oder Costa Rica verwendet werden. Auch innerhalb Costa Ricas kommt es zu unterschiedlichen Dialekten, je nach Region. Mit gutem Schulspanisch kann man sich jedoch in den meisten Fällen verständigen.
Die deutsche Sprache ist weniger verbreitet. Es gibt jedoch einige Hotels, die von Deutschsprachigen geführt werden oder Hotels mit deutschsprachigem Personal, nicht nur in San Jose, sondern auch in Gegenden wie Manuel Antonio, Arenal und Puerto Viejo de Limon. Auch die Zahl französischsprachiger und italienischsprachiger Hotels und Reiseveranstalter nimmt seit Beginn der 2010er Jahr verstärkt zu.
Abgesehen von international stärker verwendeten Sprachen gibt es einige Sprachen der Einheimischen, welche noch überlebt haben. Es handelt sich jedoch um sehr geringe Anzahlen von Sprechern, die meist in Gebieten abseits der erschlossenen Regionen liegen. Die Urbevölkerung macht in Costa Rica einen Anteil von weniger als einem Prozent aus. Zu den Stämmen gehören die Boruca, Bribri, Cabecar, Changuena, Chorotega, Corobici, Dorasque, Guatuso, Guetar und Teribe.

Natur (Landschaft, Fauna und Flora)

Costa Rica (spanisch „reiche Küste“) hat seinen Namen in jedem Fall verdient. Es sind jedoch nicht nur die Küstenlandschaften dieses Naturparadieses besonders reich an Tier- und Pflanzenarten. Auch die Gebiete im Landesinneren bieten ihren Besuchern einen besonderen Augenschmaus. In Costa Rica gibt es eine so hohe Biodiversität, dass zahlreiche Arten ausschließlich an diesem Ort der Welt vorkommen. 10 % aller Vogelarten der Welt leben in dem kleinen Land Costa Rica. Verschiedene Vegetationszonen werden unterschieden, wobei die subalpine Zone zwischen ca. 3000 Metern Höhe und der Baumgrenze eine besondere Region für Wanderfreunde darstellt. Mehr als 25 % der Landesfläche von Costa Rica wird aktiv geschützt.

Fauna

Zu den Tieren, die in Costa Rica leben, zählen über 200 Säugetierarten, über 200 Reptilienarten und über 150 Amphibienarten. Die Zahl der Insektenarten liegt über 350.000, wobei über 1.000 verschiedene Schmetterlingsarten die Wälder und Wiesen Costa Ricas mit ihren schillernden Farben schmücken.

Säugetiere

Unter den Säugetierarten finden sich zahlreiche Affenarten. Besonders präsent sind die Brüllaffen und Klammeraffen, die unübersehbar von Baum zu Baum springen. Auch die Totenkopfäffchen und Kapuzineräffchen erheitern häufig das Gemüt der Besucher von Costa Rica. Die Affen erfüllen jedoch auch noch eine ganz andere Aufgabe innerhalb des Ökosystems des Landes. Durch den Verzehr von Früchten (und das spätere Ausscheiden) sorgen sie für eine Verbreitung von Samen, was wiederum zum Wachstum neuer Obstbäume führt. Leider sind die Affenarten in Costa Rica, ähnlich wie in Panama, Nicaragua und anderen Teilen Zentralamerikas gefährdet, trotz Bemühungen der Landesregierung teilweise sogar stark. Derzeit springen noch zahlreiche Vertreter der verschiedenen Affenarten durch die grünen Wälder von Costa Rica. Sie könnten jedoch noch in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts bereits ausgestorben oder fast verschwunden sein. Vielleicht bleibt also nicht viel Zeit, sie noch in ihrem Heimatland zu Gesicht bekommen zu können.
Andere Säugetiere von stattlicher Größe in Costa Rica sind die flinken Nasenbären, die putzigen Faultiere, die auffälligen Gürteltiere und die markanten Ameisenbären. Auch einige Großkatzen leben in Costa Rica, auch wenn sie sich recht scheu verhalten. Dazu gehören Jaguar, Puma und Ozelot, sowie die weniger bekannten Jaguarundi (Wieselkatzen), Tigerkatzen und Langschwanzkatzen.

Vögel

Vogelfreunde kommen auf Costa Rica voll auf ihre Kosten. Mit über 800 verschiedenen Vogelarten beherbergt das kleine Land zwischen Pazifik und Atlantik mehr unterschiedliche Vertreter der Vogelwert als der gesamte nordamerikanische Kontinent. Nicht nur die Anzahl verdient jedoch eine besondere Erwähnung, sondern besonders auch das markant ausgeprägte Erscheinungsbild einiger ihrer Exemplare. Farbenfrohe und lange Federn gehören zu ihrem Gefieder, beispielsweise beim Tukan, großen Aras und dem Quetzal. Unter den anderen imposanten Arten finden sich Tangaren, Kolibris und Geier. Man findet sie am ehesten im Corcovado Nationalpark auf der Halbinsel Osa oder im Nationalparks Carara. In der Nähe von Wasser gibt es auch Pelikane, Fregattvögel, Eisvögel und Reiher.

Amphibien und Reptilien

Auch unter den Amphibien und Reptilien gibt es in Costa Rica zahlreiche Exemplare, welche besonders Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dazu gehören die flinken Geckos, die markanten Leguane sowie die Kaimane und Krokodile, aber auch die eigentümlichen Basilisken, welche wie Fabelwesen erscheinen. Auch unter den vielen Froscharten von Costa Rica gibt es erstaunliche Exemplare, beispielsweise Baumsteiger und Pfeilgiftfrösche. Ein besonderes Naturschauspiel ist die Eiablage von Meeresschildkröten, welche sowohl am Pazifikstrand als auch am Karibikstrand des Landes beobachtet werden kann. Über 100 Schlangenarten leben auf Costa Rica, darunter zahlreiche ungiftige Arten, aber auch Klapperschlangen, Lanzenottern und die bunten Korallenschlangen.

Insekten

Nicht nur die größeren Exemplare der Tierwelt Costa Ricas können unsere Sinne verzaubern, sondern auch ein paar leichtere Vertreter. Aus der Welt der Insekten sind es besonders die farbenfrohen Schmetterlinge, welche sich besonders in Szene zu setzen wissen. Als bekanntester Schmetterling auf Costa Rica gilt der Blaue Morphofalter, welche fast im gesamten Land zu sehen ist. Er ist für seine besonders leuchtende blaue Farbe bekannt und kommt auf eine Flügelspannweite von bis zu 15 cm. Im Schmetterlingshaus in Monteverde könnende Reisende viel Interessantes erfahren. Natürlich gibt es auch zahlreiche Käferarten auf Costa Rica, darunter auch die charakteristischen Exemplare Herkuleskäfer und Nashornkäfer. Darüber hinaus gibt es viele Spinnenarten, darunter auch Vogelspinnen von beachtlicher Größe. Zu den Insekten, welche bei den meisten Besuchern nicht besonders beliebt sind, zählen die Moskitos und andere Stechfliegen. Dagegen können sich Reisende jedoch auf die bekannten Arten schützen.

Flora

Costa Rica darf verschiedene Waldformen sein eigen nennen. Eine Fülle an Baumarten wächst im tropischen Tieflandregenwald. Auch im sogenannten Trockenwald gibt es jedoch zahlreiche Baum- und Pflanzenarten. Weitere interessante Gewächse gibt es im Bergregenwald, im Nebelwald und im hoch in den Bergen gelegenen Páramo. Unter den vielen Arten erfreuen sich die Würgefeigen, die Baumfarne und die Mammutblätter des Nebelwaldes besonderer Beachtung. Eine Kuriosität unter den Bäumen des Landes stellt der Weißgummibaum dar. Er wird von vielen Bewohnern in Costa Rica als „Indio desnudo“ bezeichnet, was so viel heißt wie „nackter Indianer“. Unter den Ureinwohnern trägt es jedoch den Namen „Sunburned Gringo“ (sonnenverbrannter Fremder), wegen seiner roten Rinde, die sich leicht abpellt. Auch im Bereich besiedelter Gebiete können Besucher Costa Ricas zahlreiche charakteristische Baumarten aus nächster Nähe betrachten. Dazu zählen die markanten Kokospalmen, der Indische Mandelbaum, der Rosa Trompetenbaum und der Afrikanische Tulpenbaum. Auch die Mangrovengehölze und eine Fülle von Küstenpflanzen tragen ihren Teil dazu bei, dass Costa Rica als das Naturparadies wahrgenommen wird, das es bis heute tatsächlich ist.
Unter den Nutzpflanzen finden sich in Costa Rica Kaffeesträucher, Ölpalmen und Kakao. Zum Obst, welches hier wächst gehören Mangos, Guaven, Pfirsiche, Orangen, aber auch Ananas, Bananen und die schmackhafte Naranjilla, welche ursprünglich aus Kolumbien stammt. Wer in Costa Rica einen frischen Fruchtsaft probiert, wird eine Frische genießen können, wie sie bei Südfrüchten in Mitteleuropa kaum erreicht wird. Weitere Nutzpflanzen, die frisch verzehrt werden können sind die Süßkartoffel, Maniok und Yams. Die Zuckerrohrpflanze liefert die Süße für zahlreiche Speisen und natürlich den Rohstoff für den beliebten Rum aus Costa Rica.
Zu den Pflanzen Costa Ricas, welche auch zum farbenfrohen Charakter des Landes beitragen zählen die vielen Orchideen, Bromelien und Akazien. Nicht zuletzt wegen der über 12.000 Pflanzenarten wird Costa Rica auch als Garten Amerikas bezeichnet. Weitere besondere Pflanzen dieses Teils der Welt sind die Helikonien und Ingwergewächse. Duftende Kräuter, Gräser, aber auch Moose und Farne tragen ihren Teil zur Schönheit des Landes bei.

Vulkane

Insgesamt über 100 Vulkane befinden sich auf dem Boden Costa Ricas. Nicht zuletzt durch vulkanische Aktivität konnte sich ein Boden heranbilden, auf dem Bäumen und Pflanzen hervorragend gedeihen können. Somit verdankt das Land einen Teil der Schönheit seiner Flora und Fauna auch den vulkanischen Aktivitäten an diesem Standort. Während die meisten der Vulkane Costa Ricas bereits als erloschen oder schlafend gelten, sind sechs davon derzeit noch aktiv (im Jahr 2016). Am stärksten ausgeprägt ist die Aktivität des Vulkans Arenal, welcher seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts häufiger und mehr Lava spuckte als seine Artgenossen. Seit dem Jahr 2010 ist er zwar ruhiger geworden, doch er zählt in jedem Fall zu den größeren Sehenswürdigkeiten des Landes. Auch die anderen Vulkane können sich sehen lassen. Nicht nur Fachleute werden ihre helle Freude beim Anblick dieser besonderen geologischen Formation haben. Diese Ausprägung der Erdoberfläche, welche die Macht der Natur auf ihre eigene Weise zeigt, kann jeden Besucher in ihren Bann ziehen.

Poás

Der Poás, im zentralen Hochland gelegen, misst an seiner höchsten Stelle stattliche 2708 Meter und zählt somit definitiv zu den größten des Landes. Auch in punkto Aktivität ist er ganz vorne mit dabei. Zu jeder Zeit des Jahres kann man sehen, wie sich in seinem mehr als 1,5 km großen Krater Blasen bilden und Rauch aufsteigt. Der Poás liegt etwa 90 Minuten (gut 100 km) von San José entfernt und ist somit ein beliebtes Ausflugsziel, dass relativ gut von der Hauptstadt aus erreicht werden kann. Auf dem Weg dorthin passieren Reisende Kaffeeplantagen und Blumenfarmen. Seit seinem Ausbruch im Jahr 1910 schwieg er für über 100 Jahre. Im Jahr 2012 zeigte er sich jedoch wieder aktiv. Seitdem verhält er sich relativ ruhig. Man weiß allerdings nie, wann der das nächste Mal ausbricht und seine ganze Macht zur Schau stellt. Während er zwar keine Lava mehr spuckt, schickt er doch heiße Geysire in die Luft, welche Höhen von über 250 Meter erreichen. Darüber hinaus haben Besucher auf dem Gipfel die Chance, das besondere Privileg genießen zu dürfen, von einem Ort aus zwei Ozeane sehen zu können, den Pazifik und den Atlantik.

Rincón de la Vieja

Der Rincón de la Vieja befindet sich in der Region Guanacaste. Der Schlackenkegelvulkan ist einer von neun benachbarten Kratern, welche die Landschaft auf ihre eigentümliche Weise prägen. Letzte vulkanische Aktivitäten des Rincón de la Vieja wurden in den späten 1960er Jahren verzeichnet. Der Von-Seebach-Krater ist jedoch noch aktiv und sendet regelmäßig Dampf in die Luft, manchmal begleitet von einem tiefen Grummeln. Der höchste der neun Krater ist der Santa-Maria-Vulkan, welcher immerhin 1916 Meter misst. Es mag ein aufwändiger Aufstieg sein. Der Blick auf die umliegende Landschaft und die besondere Atmosphäre an diesem geheimnisvollen Ort, entschädigt jedoch für die Mühe.

Irazú

Der höchste Vulkan des Landes ist der Irazú. Er hat mehrere aktive Krater und misst an seinem höchsten Punkt stolze 3,432 Meter. Er befindet sich im zentralen Hochland, in der Nähe der Stadt Cartago, und kann somit relativ gut von der Hauptstadt San José aus erreicht werden. Der letzte Ausbruch des Stratovulkans war im Jahr 1994. Ein besonderes Schauspiel ist das Wasser im Krater, welches seine Farbe kontinuierlich ändert, unter anderem von smaragdgrün zu karminrot. Auch von hier aus können Besucher bei klarer Sicht sowohl den Pazifik als auch den Atlantik sehen.

Tenorio

Der Tenorio, welcher in der Region Guanacaste liegt, erhebt sich auf stolze 1,916 Meter aus dem malerischen Wald, der ihn umgibt. Zu den vielen Facetten der Region gehören heiße Quellen und Geysire. Der Aufstieg zum Gipfel erfolgt über den Weg Lago las Dantas, welcher sich vom Fuße des Parks durch grüne Wälder schlängelt, bis man schließlich den Gipfel erreicht und den Ausblick auf die Region genießen kann.

Turrialba

Der Turrialba befindet sich ebenfalls im zentralen Hochland von Costa Rica. Sein Gipfel misst stolze 3,328 Meter und erlaubt die Aussicht auf die malerische Landschaft Costa Ricas inklusive anderer Vulkane, beispielsweise dem Poás und dem Irazú. Sein letzter Ausbruch im Jahre 1866 liegt bereits eine Weile zurück, allerdings lässt er noch immer regelmäßig Rauch und Gas frei.

Geschichte

Die ersten Menschen lebten in Costa Rica etwa 10,000 vor Christus. Die mesoamerikanische Hochkultur bildete sich in Zentralamerika heran und erreichte auch Costa Rica. Im Jahre 1502 erreicht Kolumbus das Land und es wurde für mehr als drei Jahrhunderte zur einer spanischen Kolonie. Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit kam es im Jahr 1856 zum Krieg mit einer US-amerikanischen Miliz, die Nicaragua erobert hatte. Diese wurde jedoch vertrieben, nicht zuletzt durch den Mut eines kleinen Jungen und späteren Nationalhelden Juan Santamaría. Seit 1869 ist Costa Rica eine Demokratie. Abgesehen von einer kurzen diktatorischen Herrschaft von 1917 bis 1919 und einem Bürgerkrieg im Jahr 1948 sah das Land eine lange Zeit des Friedens und der politischen Stabilität. Heute exportiert Costa Rica nicht nur Kaffee und Bananen, sondern auch modernste Software und Technologie. Auch der Ökotourismus sorgt von Jahr zu Jahr für steigende Einnahmen des Landes.

Urgeschichte

Die ersten Anzeichen menschlichen Lebens im heutigen Costa Rica gehen in die Zeit von etwa 10,000 bis 7,000 Jahre v. Chr. zurück. Funde belegen, dass Jäger und Sammler bereits in dieser Zeit in Costa Rica lebten, insbesondere im Turrialba-Tal. Sie stellten Werkzeuge aus Stein her und konnten mit Pfeil und Bogen umgehen. Wahrscheinlich lebten sie in Gruppen von etwa 20 bis 30 Personen und jagten verschiedene Vertreter der Megafauna, die einst diesen Teil der Erde bevölkerte. Dazu gehören die bereits ausgestorbenen Riesengürteltiere, Riesenfaultiere und Mastodonten (riesige Rüsseltiere), die regelmäßig zu einer nahrhaften Mahlzeit für ihre Jäger und Angehörigen wurden.
Nachdem die meisten Vertreter der zentralamerikanischen Megafauna ausgestorben waren, begannen die ersten Menschen im heutigen Costa Rica nicht mehr als Nomaden zu leben, sondern sie bildeten erste Siedlungen. Dabei veränderten sich ihre Jagdtechniken dahingehen, dass sie sich vermehrt auf kleinere Tiere spezialisierten und dementsprechend ihre Bögen und andere Jagdwaffen verfeinerten.
Die Geschichte bis zur Ankunft von Christopher Kolumbus wird noch immer erforscht. Man weiß jedoch, dass sich zwei größere Kulturgruppen um Costa Rica bildeten, wobei das Land eine Art Pufferzone bildete. Man spricht von der mesoamerikanischen Kultur, welche sich von Mexiko bis in den Norden Costa Ricas erstreckte und der Andenkultur, die sich von der südlichen Westküste Südamerikas bis in den Norden des Kontinents erstreckte, in erster Linie bekannt durch die Zivilisation der Inkas.

Kolonisation durch Spanien

Christopher Kolumbus erreichte Costa Rica auf seiner vierten Reise in die neue Welt. Seine Schiffen legten am 18. September 1502 an der Ostküste des Landes an und begannen das Land näher zu erkunden. Zahlreiche weitere Expeditionen folgten, bis im Jahre 1524 die erste dauerhafte spanische Kolonie auf dem Boden Costa Ricas entstand: Villa Bruselas.
Über die kommenden Jahrhunderte war Costa Rica die südlichste Provinz des Vizekönigreichs Neuspanien, welches den Großteil des nordamerikanischen Kontinents einnahm und sich vom Norden der heutigen USA bis nach Costa Rica erstreckte. Teil des Gebietes waren die heutigen amerikanischen Bundesstaaten Kalifornien, Texas, Colorado und Florida sowie ganz Mexiko und die meisten heutigen Länder Zentralamerikas. Das Vizekönigreich unterstand formell Spanien, besaß jedoch de facto einen hohen Grad an Selbständigkeit. Costa Rica war dünn besiedelt und es wurde der Handel mit südlicheren Gebieten verboten, wodurch es stark verarmte und so im 17. und frühen 18. Jahrhundert zur wahrscheinlich ärmsten spanischen Kolonie Amerikas wurde. Es wurde sich selbst überlassen, was dazu führte, dass große Teile der landschaftlichen Schönheit überleben konnte. Da es wenig Reichtum gab, kann von einer Art bäuerlichen Demokratie gesprochen werden, in welcher eine Gesellschaft gleichgestellter lebte, in welcher Mestizen und Ureinwohner frei leben konnten und nicht unterdrückt wurden.

Kolonisation durch Spanien

Die napoleonische Besetzung von Spanien im frühen 19. Jahrhundert erleichterte das Zustandekommen von Aufständen in den spanischen Kolonien Amerikas. Zu größeren Gefechten mit Unabhängigkeitskämpfern kam es zwischen 1810 und 1821 im Zentrum Mexikos. Die Nachricht über den Sieg gegen den spanischen Vizekönig im Jahr 1821 verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch ganz Nord- und Zentralamerika. Zusammen mit anderen Zentralamerikanischen Gebieten unterzeichnete Costa Rica kurz darauf eine Unabhängigkeitserklärung von Spanien. Noch heute wird der 15. September 1821 als Unabhängigkeitstag Costa Ricas gefeiert. Ab 1821 regierte der Monarch Agustín de Iturbide das ehemalige Neuspanien, welches sich durch Kongressbeschluss in dieser Zeit den Namen Mexiko gegeben hatte.

Vereinigte Provinzen von Zentralamerica

Im Jahre 1823 gab es eine Revolution die Agustín de Iturbide des Throns enthob. Der neue mexikanische Kongress erlaubte den Zentralamerikanischen Gebieten, sich selbst zu verwalten. Es bildeten sich die Vereinigten Provinzen von Zentralamerica, zu denen auch Costa Rica gehörte. Der Bund hatte jedoch nicht lange Bestand.

Unabhängigkeit

Im Jahr 1838 erlange Costa Rica seine vollständige Unabhängigkeit. Das Land unterhielt jedoch keine direkten Handelswege nach Europa und konnte daher seine Produkte (in erster Linie Kaffee) nicht gut verkaufen. Mit Hilfe des wohlhabenden Händlers William Le Lacheur konnte jedoch im Jahr 1843 eine stabile Handelsroute entwickelt werden, die Costa Rica zu etwas mehr Wohlstand verhalf.
Im Nachbarland Nicaragua übernahm eine Miliz, die vom Amerikaner William Walker geführt wurde, im Jahr 1856 die Macht. Er führte die Sklaverei wieder ein versuchte, auch Costa Rica zu erobern. Die junge costa-ricanische Armee, geführt von Präsidenten Juan Rafael Mora Porras konnte die Eindringlinge jedoch verjagen. Eine besondere Rolle spielte hierbei ein kleiner Junge namens Juan Santamaría. Er war eigentlich ein Trommler, eine Position, welche in dieser Zeit eine besondere Rolle spielte, denn sie stellten eine zügige Kommunikation zwischen Kämpfern und militärischen Führern her. In diesem speziellen Fall gelang es dem Trommler jedoch, während des Kampfes die Barrikaden der amerikanischen Miliz in Brand zu setzen, was letztendlich zu ihrem Untergang führte. Dabei wurde er getötet, jedoch bis heute als Nationalheld Costa Ricas verehrt. Der größte Flughafen des Landes trägt seinen Namen und der Tag seine Todes, der 11. April 1856 zählt zu den Nationalfeiertagen.

Demokratie

Die ersten wahrhaftig freien Wahlen Costa Ricas fanden im Jahr 1869 statt. Das Land sollte eine friedlichere Zukunft haben als andere Teile Zentralamerikas. Ausnamen sind die diktatorische Herrschaft von Federico Tinoco Granados von 1917 bis 1919 und der bewaffnete Aufstand von José Figueres Ferrer aus dem Jahr 1948. Im darauf folgenden Jahr schaffte Ferrer die Armee ab und ließ Nicaragua auf diese Weise zu einem der wenigen Länder der Welt werden, die komplett ohne eigene Armee auskommen. Im Jahre 1953 wurde er in friedlicher Wahl zum Präsidenten gewählt, wie auch alle seine Nachfolger bis in die heutige Zeit.
Costa Rica setzt seit den 1980er Jahren nicht mehr nur auf klassische Exportprodukte wie Kaffee und Bananen, sondern verstärkt auf Technologie und Ökotourismus. Zu den größeren Technologiefirmen mit Außenstellen in Costa Rica gehören Intel, Microsoft und Motorola. Auch kleinere lokale Startups schrieben Erfolgsstories in den Sparten Software und sonstige Technologie. Die vielen einzigarten Merkmale des Landes, zu denen die malerische Natur mit ihren faszinierenden Wäldern und bezaubernden Stränden gehört, sorgten dafür, dass der Tourismus zu einer weiteren wichtigen Einnahmequelle des Landes geworden ist. Nicht nur deshalb werden Reisende in Costa Rica oft geschätzt und freundlich empfangen.

Essen und Trinken

Zu einem echten Costa Rica Urlaub gehört es natürlich auch, die einheimische Küche zu probieren. Welche besonderen Speisen hat das Land zu bieten? Zahlreiche lokale Restaurants bieten wohlschmeckende costa-ricanische Gerichte und andere, die typisch sind für Zentralamerika und die Karibik. Natürlich gibt es auch internationale Küche an jeder Ecke, nicht nur in den Hotels, sondern auch in zahlreichen Restaurants in den Zentren der Städte von Costa Rica.